Zur Person
Till Backhaus versucht bei Bürgeranliegen schnell und unbürokratisch zu helfen.
Till Backhaus kam am 13. März 1959 in Neuhaus/ Elbe zur Welt. Der Vater war Arzt und die Mutter Ober- und später OP-Oberschwester. Zwei Geschwister und fünf Halbgeschwister sorgten dafür, dass es zu Hause nicht langweilig wurde. Ehemalige Mitschüler und Lehrer beschreiben ihn als eine Art "Klammer", was er auch in seinen jährlichen Zeugnisbeurteilungen bescheinigt bekam. Er sei wie einer, "der Leute zusammen bringen und zusammen halten kann".
Die Schule schloss er mit der zehnten Klasse ab. Danach fing er eine Berufsausbildung im volkseigenen Gut Pritzier an. "Mit Abitur", wie er hinzufügt. "Für mich ist das heute noch ein gutes Modell." Er erlernte den Beruf des Agrotechnikers/ Mechanisators. "Heute ist das jemand, der mit der gesamten Landtechnik umgehen kann. Meine Spezialrichtung war Pflanzenbau. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass die Landwirtschaft ein gutes Arbeitsfeld für mich ist." Er war in der LPG (P) Neuhaus tätig - später als Abteilungsleiter in Lübtheen.
Im Wendejahr ging Till Backhaus in die Politik. Er wollte sich "mit einbringen". "Ich war bis 1989 in keiner Partei und mir war klar, wenn ich mich in einer Partei engagiere, dann sollte es etwas völlig Neues sein." Im Jahr 1990 wurde er Mitglied der SPD, die sich im selben Jahr neu gründete. Im damaligen Landkreis Hagenow beginnt er als Gemeindevertreter seine politische Arbeit. Im ersten Landtag wird Till Backhaus Abgeordneter. "Ein Kapitel der Gestaltung und der Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern begann", wie er bemerkt. 1992 wird er Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Naturschutz. Er wächst in die Verantwortung, wie er selbst sagt, "eben dann auch in höhere Ämter."
Im Jahr 1998 wird er als Minister für Landwirtschaft, Ernährung, Forsten und Fischerei vereidigt. Als er dieses Regierungsamt übernahm, war es ihm wichtig, eine Vision zu entwickeln: "Wie sieht die Agrarwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Facetten im Jahr 2010 aus", fragte er sich. Seit acht Jahren ist er nun im Ministeramt und betont im Gespräch, dass seit 1998 allein in die Entwicklung der Dörfer, in den Bau ländlicher Wege und in die Flurerneuerung über eine Milliarde Euro aus seinem Ministerium geflossen sind. "Das hat nicht nur die Lebensqualität vieler hundert Dörfer erhöht, sondern auch deren Schönheit und Reiz für Touristen. Inzwischen ist unser Land auch zum beliebten Produktionsstandort für Ernährungsunternehmen von internationalem Ruf geworden", sagt er stolz. Dr. Oetker, Kühne, EDEKA und Sweet Tec - das sind nur einige Beispiele von Ansiedlungen, die er aktiv mit angeschoben hat.
"Mir sind die Ziele und Träume, aber auch die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort vertraut. Vielen Bürgern habe ich schon unbürokratisch geholfen. Manchmal nur mit einem einfachen Anruf beim zuständigen Minister", wie er schmunzelnd hinzufügt.

